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Bis wann gilt ein Pferd als Jungpferd? 

Ein Pferd gilt etwa bis zum Alter von 5 oder 6 Jahren als Jungpferd, da sich bis dahin Körper, Muskulatur und mentale Reife noch entwickeln. Folgende Lebensabschnitte können bei Pferden unterteilt werden: 

  • Fohlen: bis zum Jahresende des Geburtsjahres 
  • Absetzer: nach der Trennung von der Mutter 
  • Jährling: bis zum Alter von 24 Monaten 
  • Jungpferd: bis zum Alter von 5-6 Jahren 
  • Erwachsenes Pferd: das Pferd ist erst vollständig ausgewachsen ist, wenn sein Skelett nicht mehr wächst. Dies ist abhängig von Rasse, Haltung und Fütterung. 

Besonders der Rücken, die Gelenke und das Nervensystem des Pferdes benötigen Zeit, um vollständig belastbar zu werden – zu frühe Belastung oder Überbelastung kann zu anhaltenden Schäden führen. Auch wenn ein Pferd bereits eingeritten ist, zählt es oft noch mehrere Jahre als Jungpferd. Die Intensität und Länge der Belastung sollte daher immer an das Alter und den Trainingszustand des Pferde angepasst sein. Schonende und altersgerechte Ausbildung ist die Basis für ein gesundes, belastbares und leistungsfähiges Pferd. 

 

Wie oft soll man ein Jungpferd bewegen?   

Ein Jungpferd sollte regelmäßig, aber nicht übermäßig intensiv bewegt werden. Optimal sind 3–4 kurze Trainingseinheiten pro Woche mit Bodenarbeit, Longieren, Spaziergängen und leichte Reiteinheiten. Zu viel Training kann Jungpferde schnell körperlich und mental überfordern. Besonders Bodenarbeit und Gewöhnung an die menschliche Umgebung helfen dem Pferd, mentale Stärke und Gelassenheit in den Herausforderungen der menschlichen Umwelt zu erlangen. Diese Kopfarbeit sollte nicht unterschätzt werden und legt die Basis für die Gelassenheit, mentale Stärke und das positive Erleben mit dem Menschen und seiner Umwelt.  

Expertenstimmen im Reitsport empfehlen das eigentliche Anreiten und damit Gewicht tragen nicht vor dem 3. Lebensjahr zu beginnen, da das Pferd bis dahin noch mitten in der Wachstumsphase ist. Sozialkontakte zu anderen Pferden und freie Bewegungsmöglichkeit auf der Koppel sind als Ausgleich zum Training besonders wichtig für das Jungpferd. 

 

Wann kann man ein Jungpferd anreiten?  

Ein Jungpferd kann abhängig von Rasse, körperlicher und mentaler Entwicklung etwa im Alter von 3,5 bis 4,5 Jahren an das Reiten herangeführt werden. Wichtig ist, dass das Pferd zuvor durch Bodenarbeit, Longieren und Gewöhnung an Ausrüstung auf das Reiten vorbereitet wurde. Das Anreiten sollte von einem erfahrenen Reiter ruhig, schrittweise und ohne Zeitdruck durchgeführt werden.  


Wann kann man einen Sattel für ein Jungpferd auswählen?  

Ein Sattel für ein Jungpferd sollte erst ausgewählt werden, wenn das Pferd körperlich bereit für das Reitergewicht ist und erste Trainingseinheiten geplant sind. Zur Vorbereitung sollte das Jungpferd an das Equipment gewöhnt werden, besonders daran, etwas auf dem Rücken zu tragen. Das sollte zu Beginn: 

  • besonders leicht sein 
  • idealerweise flexibel und allen Bewegungen des Pferdes leicht folgen 
  • einen guten und stabilen Sitz ermöglichen 
  • nicht verrutschen 
  • weich und gut gepolstert sein 
  • mit oder ohne Steigbügel nutzbar sein, da der erste Einstieg ohne Bügel erfolgen sollte und diese dann erst später zum Einsatz kommen 

Da sich der Körperbau eines Jungpferdes schnell verändert, empfiehlt sich zunächst eine flexible oder anpassbare Lösung wie das PADDLE®, bevor ein Maßsattel angeschafft wird. Das PADDLE® ermöglicht über eine Maßschablone und klettbare Kissen viele Änderungen, die auch selbst vorgenommen werden können. Bei größeren Veränderungsschüben des Pferdes oder Problemen bei der Passform sollte immer eine professionelle Passformkontrolle und Sattelanpassung mit einem Experten in Anspruch genommen werden. 

 

Welcher Sattel ist geeignet für ein junges Pferd?  

Für ein junges Pferd eignen sich besonders leicht anpassbare Sättel sowie flexible Reitpads oder PADDLE®, die den Rücken nicht einengen und ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Wichtig sind: 

  • breite Auflagefläche 
  • gleichmäßige Druckverteilung 
  • ausreichend Freiheit über dem Widerrist und ein breiter Wirbelsäulenkanal für die Freiheit, den Körper in der Längsachse zu biegen 
  • leichte Anpassbarkeit von Kammerweite und Polsterung 
  • kein zu hohes Gewicht 

Darunter ist besonders eine Schabracken mit Polstertaschen & Einlagen empfehlenswert, da durch die Filzeinlagen temporäre Veränderungen im Rücken einfach ausgleichen werden können. 

 

Worauf sollte man bei Besattlung des Jungpferds achten?

Bei der Wahl des ersten Sattels für ein Jungpferd sollte auf die gute Anpassbarkeit bzw. Veränderbarkeit eines Sattelkonzeptes geachtet werden:

 Verstellbares Kopfeisen

Idealerweise ein von außen stufenlos verstellbares Kopfeisen zur Anpassung der Kammerweite   

 Anpassbarer Sattelbaum

  Idealerweise ein Sattelkonzept, bei dem der Sattelbaum veränderbar oder sogar im Laufe der Zeit noch einmal austauschbar wäre, damit der Sattel mit dem Pferd mitwachsen kann 

 Veränderbare Sattelkissen

Breite und weiche Sattelkissen für eine besonders große Auflagefläche, die sowohl von der Position und als auch der Füllung her jederzeit modifizierbar sind   

 Anpassung & Kontrolle

Omega Maßsättel bieten umfassende Änderungsmöglichkeiten, sodass diese in der Regel die Veränderungen eines im Wachstum befindlichen Pferdes gerecht werden. Natürlich sind dafür eine regelmäßige Kontrolle und Anpassung des Sattels notwendig. 

Was ist ein SIGNUM PADDLE®?

Das SIGNUM PADDLE® ist ein innovatives und flexibles Hybrid-Konzept, das die Vorteile von Reitpad und Sattel vereint. Es ist eine Mischung aus einem Reitpad und einem Sattel und bietet dadurch ein nahes Sitzgefühl, leichte Anpassbarkeit an den Pferdrücken und hohen Komfort beim Reiten. 

👉 Man könnte ein Reitpad mit Flip Flops vergleichen, das SIGNUM PADDLE® mit Sneakern und einen Sattel mit Wander- oder Balettschuhen.   

Zur ausführlichen Erklärung



Was ist die Idee hinter dem PADDLE®? 

Das PADDLE® wurde entwickelt, um: 

  • den Komfort und das Reitgefühl eines Reitpads mit der Nutzung von Steigbügeln zu verbinden, ohne dabei Druckspitzen am Pferderücken zu erzeugen 
  • die einfache und selbständige Anpassbarkeit an den Pferderücken zu ermöglichen 
  • dank Druckverteilungselement eine gleichmäßige Druckverteilung zu erreichen 
  • durch Klettkissen eine echte Wirbelsäulenfreiheit zu bieten 
  • ein Reitgefühl mit besonders engem Kontakt zum Pferd zu ermöglichen – jede Bewegung wird spürbar 


Ist das PADDLE® geeignet für Jungpferde?  

Ja, das PADDLE® ist aufgrund seines geringen Gewichts, seiner leichten Anpassbarkeit und der Flexibilität besonders für junge Pferde geeignet. Junge Pferde akzeptieren das PADDLE® sehr gut, weil es aufgrund seiner Eigenschaften einen geringeren Einfluss auf das Gefühl des Pferdes hat.

Zu den PADDLE®-Modellen

 

Mehr über das PADDLE® erfahren

Ist das PADDLE® baumlos?

Das PADDLE® ist weder baumlos, noch hat es einen klassischen Sattelbaum. Durch das integrierte Druckverteilungselement im vorderen Teil des PADDLE® ist die Kammerweite stufenlos verstellbar und es können Steigbügel befestigt werden, ohne Druckspitzen am Pferderücken zu erzeugen. Der hintere Teil des PADDLE® ist flexibel und kann sich dadurch dem Pferderücken anpassen. 


Ist das PADDLE® an spezielle Rückenformen anpassbar?

Es gibt verschiedene Anpassungsmöglichkeiten mit dem PADDLE®: Kammerweite einstellen, Klettkissenfüllung und -Positionierung sowie individuell polsterbare Schabracken. Gerne berät ein SIGNUM Mitarbeiter auch vor Ort zum jeweiligen Pferd.

Welche PADDLE®-Größe passt mir?

Die Größe des PADDLE® richtet sich nach der Sitzgröße des Reiters, nicht nach der Rückenlänge des Pferdes. Im Zweifelsfall sollte lieber die größere PADDLE®-Größe gewählt werden.