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Working Equitation Ausrüstung

Diese Besonderheiten bei der Working Equitation Ausrüstung sollten beachtet werden


Präsentation von Pferd & Reiter in der Working Equitation 

Die Working Equitation als internationale Turniersport Disziplin ermöglicht es Reitern ihre nationale Arbeitsreitweise zu präsentieren. Dies spiegelt sich in der stilechten Vorstellung von Pferd und  Reiter, sowie der großen Rassevielfalt wieder, die diese Disziplin so faszinierend und vielfältig macht. 


Woher stammt die Ausrüstung für die Working Equitation?

Die Ausrüstung der Rinderhirten hat sich entsprechend der Anforderungen an den Rinderhirten und seine Arbeit im Feld über Jahrhunderte entwickelt und bewährt. ​ Die stilechte Ausrüstung eines spanischen Vaqueros, eines portugiesischen Campesinos oder eines französischen Gardians ist edel, jedoch zweckdienlich und praktisch zugleich. Jedes Element ihrer Ausrüstung wie z.B. ein Hut, ein Lederschutz über den Beinen oder die Garrocha haben einen Sinn und Zweck für die tägliche Arbeit zu Pferd. Unnötiger Schmuck, filigrane Verzierungen oder glitzernde Zierteile wären hier fehl am Platz. 

Welche Ausrüstung ist für ein Working Equitation Pferd erlaubt?

Bei der Ausrüstung von Working Equitation Pferden ist zu beachten:

  • Gamaschen und Bandagen sind außer bei der Dressur erlaubt
  • Unterlagen oder Bandagen unter Gamaschen sind unzulässig
  • Hufglocken, Fessel- und Ballenschutz (nicht beschwert) sind in allen Teilprüfungen außer der Dressur erlaubt
  • Pferde dürfen mit Fliegenhauben/Ohrenschutz geritten werden. Ohrstöpsel und im Ohrbereich wattierte Fliegenhauben sind nicht erlaubt
  • Pferde dürfen mit frei beweglichem Nasennetz geritten werden. Augenmaske (netzartige Fliegenmaske) ist verboten, auch auf dem Vorbereitungsplatz
  • Ein Nasentape ist unzulässig

Welchen Zweck hat der hochgebundene Pferdeschweif in der Working Equitation?

Der hochgebundene Pferdeschweif sieht edel aus, hat jedoch eigentlich einen wichtigen Hintergrund. So soll verhindert werden, dass sich die Rinder und Kampfstiere davon provoziert fühlen oder sich der Schweif beim Durchreiten von unwegsamen Gelände im Gestrüpp verfangen kann.

Welches Gebiss ist für die Working Equitation zulässig?

Bei den Zäumungen von Working Equitation Pferden ist zu beachten:

  • Alle gängigen Zäumungen sind erlaubt, die dem Gedanken des Tierschutzes entsprechen. Verboten sind tierschutzwidrige Zäumungen z.B. atembeengende Zäumungen, eisenunterlegte Nasenriemen.
  • Mindestdicke für alle Gebisse: 10 mm; bei Unterlegtrense in Kombination mit Kandare mind. 8 mm (Dicke gemessen im Maulwinkel des Pferdes)
  • Gebisslose Zäumungen und Halsringe sind nicht erlaubt
  • Alle Gebisse müssen aus Metall, haltbarem Kunststoff, synthetischem Material oder Gummi bestehen. Die Gebisse dürfen mit Gummi/Latex überzogen sein, andere Materialien wie Baumwolle sind nicht erlaubt
  • Latexbandagen an Gebissen sind unzulässig.
  • Die Gebisse dürfen keine mechanischen Elemente auf der Zunge haben (Ausnahme: Gelenke gebrochener Gebisse, siehe LPO-Ausrüstungskatalog). Gedrehte Gebisse und Drahtgebisse sind verboten.
  • Gebisse dürfen maximal doppelt gebrochen sein.
  • Die Nutzung eines Pelhams ist eine Kinnkette zu verwenden.
  • Wenn ein Gebiss mit Kinnkette verwendet wird, ist ein zusätzlicher Riemen unterhalb des Gebisses nicht zulässig.

Gibt es eine traditionelle Deutsche Arbeitsreitweise?

Doch welche traditionelle und nationale Arbeitsreitweise präsentieren die deutschen Working Equitation Reiter? Deutschland selbst hat keine traditionelle Arbeitsreitweise, die auf der Rinderarbeit zu Pferd beruht. Jedoch gab es bis vor wenigen Jahrzehnten die Kavallerieeinheiten. Hierfür wurde das Pferd ebenfalls bis zur einhändigen Zügelführung ausgebildet. Die freie Hand wurde hier nicht für die Garrocha, sondern für eine Lanze oder das Schwert benötigt. Noch bis in die 70er Jahre hinein war es noch selbstverständlich, dass in den Reitmeisterprüfungen schwere Dressurlektionen einhändig gezeigt werden mussten.


Welche Ausrüstung ist typisch für deutsche Working Equitation Reiter?

Angelehnt an die Ursprünge der Kavallerie-Reitweise repräsentieren die deutschen Working Equitation Reiter dieses Erbe durch den mittlerweile weltweit bekannten Offizierszaum – einer Nachbildung eines Offizierszaums aus der Zeit vor 1930. ​

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Die Kleidung des Working Equitation Reiters

Auf Working Equitation Turnieren müssen folgende Pflichtbestandteile hinsichtlich der Kleidung erfüllt werden:

  • langärmeliges, hochgeschlossenes Turnierhemd oder -Bluse
  • Weste oder Jackett
  • schlichte, lange Reithose
  • Reitschuhe (mindestens knöchelhoch, ggf. mit Chaps)
  • optional: Halstuch oder Krawatte
  • Kopfbedeckung ist Pflicht; Reithelm empfohlen, aber nicht vorgeschrieben
  • Helmpflicht gilt für Junioren bis 18 Jahre sowie für Reiter mit Handicap
  • Veranstalter kann zusätzlich jederzeit eine eigene Helmpflicht für sein Turnier aussprechen
  • Farben: gedeckt, schlicht, zum Pferd passend – kein Glitzer, keine Strasssteine, keine knalligen Farben, kein Schwarz-Weiß-Look

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Besondere Trachten der Working Equitation Reiter

In der Working Equitation wird bewusst eine variantenreiche Präsentation von Pferd und Reiter in der Tracht und Ausrüstung ihrer nationalen Arbeitsreitweise gewünscht. Dabei sollte der Reiter seine Reitweise, also etwa die spanische, italienische oder portugiesische Reitweise, die Reitweise der Carmargue oder auch die Reitweise Argentiniens oder des Westernreitens präsentieren. Es ist nicht erwünscht, dass Stilelemente dieser Reitweisen vermischt werden oder der Stil einer anderen Nation dargestellt wird. Die stilechte Präsentation des Pferd-Reiter-Paars wird in der Präsentationsnote bewertet und fließt in die Gesamtwertung ein.

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Wichtiger Hinweis

Informieren Sie sich vor der Teilnahme an einem Working Equitation Turnier unbedingt über die gültigen Regelungen im aktuellen Regelwerk des WED. Das Regelwerk ist das Fundament der Working Equitation und wird regelmäßig ergänzt, korrigiert und angepasst. Verbindlich gültig ist ausschließlich die aktuelle PDF-Version des Reglements auf der Seite des WED.                                      

Zum WED Reglement


PADDLE® Erfahrung - Stefanie Gembaczke
Erfahrungsbericht zu PADDLE®, Western-PADDLE® und Dressur-PADDLE®