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Stefan Baumgartner & die Working Equitation

Über den Begründer der Working Equitation in Deutschland


Über Stefan Baumgartner

Stefan Baumgartner ist nicht nur ein Working Equitation Reiter, sondern auch ein Begründer der Working Equitation in Deutschland. Er hat durch seine Leidenschaft für die iberische Halbinsel nicht nur unsere Sättel entworfen, sondern auch die Working Equitation nach Deutschland gebracht. Als Mitbegründer der Working Equitation Szene in Deutschland präsentierte Stefan Baumgartner zusammen mit unserem Team die Working Equitation auf vielen Messen und Events und organisierte 2008 eines der ersten Working Equitation Turniere in Deutschland. Wie und wo Stefan Baumgartner die Working Equitation entdeckt hat und warum ihn diese Faszination bis heute nicht loslässt, möchten wir Ihnen in diesem Artikel mit dem Vorwort seines Buches näher bringen.

Wie die Faszination Working Equitation begann

Wo traf Stefan Baumgartner das erste mal auf Vaqueros und was hat das mit einem Abenteuerspielplatz für Pferd und Reiter zu tun? Erfahren Sie mehr zu den Anfängen und wie die Faszination Working Equitation für Stefan Baumgartner begann in diesem Interview mit Gernot Weber.



Was Working Equitation für mich bedeutet

"Working Equitation – ein Begriff erobert die Welt von Reiter und Pferd. Doch was verbirgt sich dahinter? Ich versuche es Ihnen so prägnant und kurz wie möglich zu erklären: Als Arbeitsreitweise kennen die meisten von uns nur das sogennante "Westernreiten". Wenige wissen, dass autonome Arbeitsreitweisen hier in Europa bis heute zumindest regional überlebt haben.  In der Camargue sind es die Gardians, in der Toscana die Butterie, in Spanien die Vaqueros und in Portugal die Campesinos. All diese regionalen Reitweisen sind stark national geprägt und so wurde ein gemeinsames Regelwerk erarbeitet, um sich miteinander messen zu können und die Reitweisen überregional bekannt zu machen. Jede Nation verzichtete auf einige traditionelle Besonderheiten und Eigenheiten, sodass ein gemeinsamer Nenner gefunden wurde. Die Working Equitation war geboren."


Darum fasziniert mich die Working Equitation

"Für viele, inklusive mir, verbirgt sich weit mehr hinter dieser Reitsportdisziplin. Die lässige Eleganz und scheinbar mühelose Art zu reiten, trotzdem präzise und mit Ausstrahlung – eine Faszination, der sich nur wenige entziehen können."

Meine Anfänge als "Alternativer"

"Ich erinnere mich noch gut an die Jahre, in denen ich mit meinem Pferd als "Möchtegern-Westernreiter" durch Felder und Wiesen streifte und verächtlich (vor allem) auf Dressurreiter herabschaute. Ein cooler Sattel, schicke Stiefel, krumm, aber lässig auf dem Pferd sitzen – das reichte schon aus, um sich als Horseman und "Alternativer" zu verkaufen."

Die Begegnung mit den Vaqueros

"Irgendwann während eines Spanienurlaubs geschah es dann: Ich sah sie, das Pferd einhändig manövrierend, in der anderen Hand ein Glas Sherry. Und die Pferde... Diese Pferde, sie sahen aus als würden sie vor Kraft und Energie explodieren und trotzdem standen sie zufrieden kauend mit losem Zügel am Eingang einer Kneipe. Ich war fasziniert und konnte meine Augen nicht von ihnen lassen. Auf einem staubigen Parkplatz nebenan zeigten Kollegen, wie ihre Art zu reiten aussah. Das war tatsächlich richtig cool und sah auch nicht so verkrampft aus wie bei den Reitern in unserem Reitverein. Dieser Tag meiner ersten Begegnung mit Vaqueros brannte sich tief in mein Gedächtnis ein und ließ mich nicht mehr los. Auch als der heimatliche Alltag zu Hause mich wieder fest im Griff hatte, hatte ich diese Bilder nach wie vor im Kopf. Dieses Selbstverständnis im Umgang mit dem Pferd fasziniert mich bis heute."


Die Anfänge im Turnierreiten

"Nur durch den Zufall landete ich auf einer meiner Reisen auf der iberischen Halbinsel auf einem "Vaquero-Turnier", das keines war. Dies sollte mein erster Kontakt mit Working Equitation sein. Zum ersten Mal sah ich ein Turnier nach meinem Geschmack: Toll ausgebildetet Pferde, kreative Hindernisse und Topreiter. Es erschien mir wie eine Art Abenteuerspielplatz für Pferd und Reiter."

Working Equitation kommt nach Deutschland

"Nachdem ich meine eigenen reiterlichen Fähigkeiten auf ein erträgliches Maß hatte steigern können, wurde der Wunsch immer stärker, diese Turniere auch in meiner Heimat einzuführen. Und so begann das "Working-Equitation-Abenteuer" in Deutschland."


Die Working Equitation heute

"Heute sehe ich die Turnierszene der Working Equitation nicht nur in Deutschland mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Vorbei sind die Zeiten, als der Parcours am Abend vorher ausgeknobelt wurde und sich niemand im Detail vorbereiten konnte. Es liegt wohl in der Natur des Wettkampfes, dass die Regularien, Ausführungsbestimmungen und Maßstäbe ausufern. Die vielen Reiter jedoch, ie sich in den letzten Jahren für diese Reitsportdisziplin entschieden haben und deren Umgang mit ihren Pferden zeigt mir, dass dieser Weg der richtige war."

Wecken auch Sie die Sehnsucht

"Denn wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel. Und wenn auf dem Weg zum Working-Equitation-Pferd ein luxuriöses Reitpferd "herauskommt", welch höheres Ziel könnte ein Reiter haben? Oder können Sie sich ein schöneres Gefühl vorstellen, als wenn sich ein 500 kg schweres Lebewesen unter Ihnen willig zur Verfügung stellt, mit Ihnen zu einer Einheit verschmilzt und auf feinste Hilfen reagiert? Der Tanz mit Ihrem Pferd wird eine Sehnsucht hervorrufen, der sich kein Pferdeliebhaber entziehen kann. Ich hoffe, Sie auf einem Teil dieses Weges begleiten zu dürfen."


Stefan Baumgartner, zitiert aus dem Vorwort zu "Spaß an Working Equitation - Der gelungene Einstieg"


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Ursprünge der Working Equitation
Von der Arbeitsreitweise zur modernen Turniersportdisziplin