Die Anforderungen im Trailparcours
Im Trailparcours muss das Pferd-Reiter-Paar unterschiedlichste Trailhindernisse möglichst präzise und elegant absolvieren. Die einzelnen zum Teil sehr unterschiedlichen Herausforderungen im Trailparcours sind angelehnt an die Anforderungen, die einem Rinderhirten auf den Campos begegnen können.
Wie unterscheiden sich Stiltrail und Speedtrail?
Der Stiltrail ist die Verbindung der Dressur mit den Anforderungen der einzelnen Hindernisse und wird daher auch Dressur-Trail genannt. Bei der Bewertung des Stil-Trail liegen dieselben Kriterien wie bei der Bewertung der Dressur zu Grunde. Im Speedtrail absolvieren Pferd und Reiter einen vergleichbaren Parcours wie im Stiltrail. Dieses Mal geht es jedoch ausschließlich um die Schnelligkeit und einen fehlerfreien Ritt.

Wie läuft die Disziplin Speedtrail ab?
Im Speedtrail absolvieren Pferd und Reiter einen vergleichbaren Parcours wie im Stiltrail. Dieses Mal geht es jedoch ausschließlich um die Schnelligkeit und einen fehlerfreien Ritt. Dabei werden Fehler an den einzelnen Hindernissen mit Zeitstrafpunkten geahndet. Gleichwohl kann man auch Bonuspunkte sammeln, die eine Zeitgutschrift bringen. Die Straf- und Bonuspunkte werden am Schluss mit der erreichten Gesamtzeit verrechnet und beeinflussen das finale Ergebnis.

Welche Anforderungen gibt es im Working Equitation Trail?
Die Bewältigung der einzelnen Hindernisse ist durch das gemeinsame Reglement festgelegt. Die Gangart und der Weg sind darin je nach Klasse und für jedes Hindernis definiert. Zudem variiert der geforderte Schwierigkeitsgrad am Hindernis selbst entsprechend der Leistungsklasse. In der leichten Klasse wie der WE-Klasse Einsteiger oder Anfänger wird der Trail nur in der Teildisziplin Dressurtrail gefordert, beidhändig und in langsamer Gangart geritten. Ab der Klasse L und in den höheren Klassen ist der Speedtrail eine geforderte Teildisziplin für jeden Reiter. In der Master-Klasse wird auch der Speedtrail ausschließlich einhändig und größtenteils im Galopp gefordert.
Der Working Equitation Deutschland e.V. (WED) ist der deutsche Verein der Worker. Der WED gibt das nationale Working Equitation Reglement vor.

Wichtiger Hinweis
Informieren Sie sich vor der Teilnahme an einem Working Equitation Turnier unbedingt über die gültigen Regelungen im aktuellen Regelwerk des WED. Das Regelwerk ist das Fundament der Working Equitation und wird regelmäßig ergänzt, korrigiert und angepasst. Verbindlich gültig ist ausschließlich die aktuelle PDF-Version des Reglements auf der Seite des WED.
Was muss das Pferd für den Speedtrail beherrschen?
Der Speedtrail erfordert nicht nur Schnelligkeit und Wendigkeit des Pferdes, sondern genauso eine perfekte Zusammenarbeit und Nervenstärke von Pferd und Reiter. Diese Fähigkeiten lernen Pferd und Reiter schrittweise im Training der Dressur und dem Stiltrail. In der schweren Klasse fordert der Speedtrail die Rittigkeit und Power des Pferdes mit engen Wendungen, schwierigsten Manöver und Lektionen auf einer herausfordernden Strecke. In der S-Klasse zählen Gehorsam, Mut, souveränes Auftreten und sensibles Reagieren auf das eigene Pferd.

Welche Fähigkeiten benötigt der Reiter im Speedtrail?
Der Reiter muss den Überblick bewahren und die Stärken und Schwächen seines Pferdes genau einschätzen können – denn ein für das Pferd zu hohes Tempo und damit die Überforderung des Pferdes rächen sich schnell durch Fehler in den Hindernissen. Zu schnell fällt eine Stange oder Tonne durch ungenaues oder hektisches Reiten. Entscheidend ist die richtige Taktik, technisch einwandfrei gerittene Hindernisse und ein absolut durchlässiges Pferd, welches selbst im rasanten Galopp nur feinste Hilfen benötigt.

Was ist das Besondere am Speedtrail?
Die Kunst des Speedtrail reitens besteht darin, den Ritt leicht wie ein Kinderspiel aussehen zu lassen. In perfekter Harmonie und teilweise sehr hoher Geschwindigkeit verschiedenste Hindernisse zu überwinden und sich von dem Zeitdruck und ggf. den bereits vorgelegten Bestzeiten nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Die Bestzeit ist nur zu erreichen, wenn die Balance zwischen Geschwindigkeit und Kontrolle nicht verloren geht – selbst wenn man alles zu geben versucht!

Was benötigt man an Ausrüstung für den Speedtrail?
- Ein zu Pferd & Reiter passender Working Equitation Sattel mit gutem Sitz auch in dynamischen Manövern, Stops oder engen Wendungen
- Ein gut sitzendes Zaumzeug und ggf. Vorderzeug, welches jedoch nicht verrutschen oder die Bewegung des Pferdes einschränken darf
- Gamaschen und Hufglocken zum Schutz der Pferdebeine
- Ein bequemes Turnieroutfit, in dem sich der Reiter gut bewegen kann
- Gut sitzende Reitstiefel oder Reitschuhe mit Chaps

Welchen Sattel für den Speedtrail?
Für die Working Equitation werden häufig ein schmaler, tiefer Sitz, mit einem breiten Cantle und markanten Kniepauschen für einen sicheren Sitz im Speedtrail und an den Rindern kombiniert. Bei SIGNUM finden Sie eine Sattelvielfalt, so groß wie die Vielfalt in der Working Equitation selbst. Unsere beliebtesten Working Equitation Sättel sind:
- OMEGA Tulipa,
- OMEGA Worker,
- Working Equitation Sattel El Torro,
- OMEGA Rose,
- OMEGA Vario Classic.
