Leder ist das Herzstück vieler Reitausrüstungen – vom Sattel über Zaumzeug bis zu Reitpads und Riemen. Leder ist sehr robust, jedoch können Schmutz, Schweiß, Regen oder Staub das Material angreifen und es mit der Zeit durch Austrocknen spröde machen. Um eine Schädigung des Leders zu vermeiden, ist eine regelmäßige und sorgfältige Lederpflege entscheidend.
Warum sollte Leder gepflegt werden?
Verlängerte Lebensdauer: Regelmäßige Pflege verhindert, dass das Leder austrocknet, Risse bekommt oder spröde wird. Ohne geeignete Pflege verliert das Leder mit der Zeit seine Elastizität und damit auch Belastbarkeit.
Komfort für Pferd & Reiter: Geschmeidiges, gepflegtes Leder liegt gleichmäßiger am Pferd an – Scheuerstellen werden dadurch minimiert.
Sicherheit & Funktionalität: Nur intaktes Leder kann seine Funktion erfüllen – ob als Sattelgurt, Strupfen, Steigbügelriemen oder Zaumzeug. Vernachlässigtes Leder birgt Riss- oder Brüchigkeitsrisiken.
Optik & Werterhalt: Gepflegtes Leder behält seinen Glanz, seine Farbe und bleibt länger schön.
Wie pflegt man Leder richtig?
Reinigen – Vor der Pflege sollten Schmutz, Schweißreste und Staub mit einer weichen Bürste oder einem feuchten Tuch entfernt werden. Bei Bedarf können auch Lederreiniger oder Lederseife zum Einsatz kommen.
Trocknen & Pflegen – Das Leder nach der Reinigung an der Luft trocknen lassen (nicht auf der Heizung oder in der Sonne!) und anschließend mit einem Lederpflege-Balsam gleichmäßig einreiben. Bei Bedarf mit einem Pflegetuch polieren.
Regelmäßigkeit – Bei intensiver Nutzung oder im Winter lieber öfter pflegen (etwa alle 2–3 Monate), sonst mindestens einmal jährlich.
Sorgsame Lagerung – Leder trocken, luftig und vor direkter Sonne oder Feuchtigkeit geschützt lagern.
Was kann man zur Lederpflege nehmen?
Für die Lederpflege verwendet man spezielle Produkte, die das Material reinigen, rückfetten und schützen. Dazu gehören Lederseife oder Sattelseife zur gründlichen Reinigung, Lederbalsam, Lederfett oder Lederöl zur Pflege und Rückfettung sowie Lederpflege- und Poliertücher für das gleichmäßige Auftragen. Bei Wildleder oder Velours nutzt man stattdessen Wildlederbürsten und geeignete Sprays, da herkömmliche Fette das Material beschädigen könnten. Wichtig ist, ausschließlich qualitativ hochwertige Pflegeprodukte zu verwenden, die für Sattelzeug geeignet sind – aggressive Haushaltsmittel oder nicht geeignete Öle können das Leder austrocknen oder verkleben.
Welche Lederpflege gibt es bei SIGNUM?
Bei SIGNUM finden Sie unter anderem diese Lederpflegemittel:
Lederpflege Balsam – zur regelmäßigen Pflege und Rückfettung von Glattleder (z. B. kurz vor oder nach dem Reiten).
Lederpflegetuch – zur sanften Reinigung und Pflege zwischendurch.
Wildlederbürsten – ideal für Pads, Reitpads oder PADDLE®-Bezüge aus Wildleder oder Velours.
Wie trägt man Lederpflege auf?
Lederpflege sollte immer auf sauberem, trockenem Leder angewendet werden. Zuerst wird das Leder mit einer Bürste oder einem feuchten Tuch von Schmutz und Staub befreit, anschließend reinigt man es mit Lederseife. Nach dem Trocknen trägt man eine dünne Schicht Lederbalsam mit einem weichen Tuch oder Schwamm auf – sparsam und gleichmäßig, damit das Material die Pflege gut aufnehmen kann. Nach einer kurzen Einwirkzeit wird überschüssiges Produkt sanft einpoliert. Das Leder sollte anschließend luftig und natürlich trocknen (niemals auf der Heizung oder in der Sonne), damit die Fasern geschmeidig bleiben.
Wie oft sollte man Lederpflege machen?
Wie oft Leder gepflegt werden muss, hängt vom Gebrauch und von den Umweltbedingungen ab. Als Richtwert gilt:
alle 2–3 Monate eine gründliche Pflege durchführen
alle 4–6 Wochen bei stark beanspruchtem Leder – beispielsweise Zaumzeug oder Ausrüstung, die starkem Schweiß oder Regen ausgesetzt ist
2–4 Mal pro Jahr bei weniger genutzten Lederteilen. Sobald das Leder trocken wirkt, knarzt, heller wird oder sich hart anfühlt, ist es höchste Zeit für die Pflege.