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Mitja Hinzpeter

Individuelle Unikate auf Kundenwunsch


Welcher Sattel ist für Pferde am bequemsten?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, da jedes Pferd individuelle Gegebenheiten hat und der Sattel sowohl zur Körperform des Pferdes sowie den Anforderungen von Reiter und Pferd und der Reitintensität passen muss. Ein bequemer Sattelverteilt das Reitergewicht gleichmäßig und möglichst schonend auf dem Pferderücken, ohne dabei Druck- und Scheuerstellen, Muskelverspannungen, Taktfehler oder Rückenprobleme verursachen. Bei der Passform des Sattels sollte man keine Kompromisse eingehen, da diese essenziell für den Reitkomfort von Pferd und Reiter ist. Der Sattel sollte daher von einem Sattler angepasst und regelmäßig kontrolliert werden.

Welche Besattelung ist für das Pferd am bequemsten?

Die Wahl der passenden Besattelung hängt von der Dauer und der Intensität des Reitens ab: 

Reitpad

Ein Reitpad hat weder einen Sattelbaum noch ein Druckverteilungselement und ist daher maximal flexibel – man könnte es mit Flip-Flops vergleichen, mit denen man im Garten läuft.  

  • Für kurze Ritte 
  • Für die Gymnastizierung
PADDLE®

Das PADDLE® hat ein innovatives Druckverteilungselement im vorderen Bereich, ist ansonsten aber flexibel – vergleichbar mit Sneakern, die man zum Joggen anzieht. 

  • Für entspannte Ausritte 
  • Zeitweise als Sattelersatz  
  • Für das Anreiten von Jungpferden
  • Für moderate Trainingsintensität
Sattel

Durch den Sattelbaum verteilt ein Sattel den Druck über eine größtmögliche Fläche gleichmäßig und ist optimal für Spezialanforderungen – so wie spezielle Ballettschuhe für das Ballett. 

  • Für lange und intensive Wanderritte 
  • Für sehr intensives (Turnier-)Training 
  • Für Spezialdisziplinen

Gibt es einen Sattel, der für jedes Pferd bequem ist?

Nein, es gibt keinen Sattel, der für wirklich jedes Pferd bequem ist. Ein bequemer Sattel muss optimal zur Körperform des Pferdes und den Anforderungen von Pferd und Reiter passen – das ist individuell von Fall zu Fall sehr verschieden. Entscheidend für einen hohen Komfort des Sattels sind: 

  • Richtige Länge in Abhängigkeit der Sitzgröße
  • Möglichst große Auflagefläche 
  • Sattelbaum passend zur Rückenform 
  • Gleichmäßige Druckverteilung 
  • Ausreichend Schulterfreiheit 
  • Ausreichende Kammerweite für den Widerrist 
  • Wirbelsäulenfreiheit
  • Auf den Pferderücken und das Reitergewicht abgestimmte Polsterung
  • Gute Anpassbarkeit 
  • Für gewählte Disziplin geeignet (viele als "nicht passend" bezeichnete bzw. beurteilte Sättel sind häufig technisch gesehen sogar gut angepasst, passen jedoch nicht zum gewählten Einsatzschwerpunkt von Pferd und Reiter. Ein klassischer Dressursattel kann beispielsweise gut angepasst sein, aber dennoch nicht für längere Ritte am langen Zügel geeignet sein und in diesem Fall Druckspitzen erzeugen)

Ein Sattel, der für ein Pferd hervorragend funktioniert, kann für ein anderes völlig ungeeignet sein. Daher sind eine Beratung sowie regelmäßige Passformkontrollen durch einen Sattler besonders wichtig. 

Was sind Anzeichen dafür, dass ein Sattel unbequem ist?

Diese Symptome können auf einen unpassenden Sattel hindeuten: 

  • Druck- und Scheuerstellen 
  • “Schlechtes” Schweißbild 
  • Widersetzlichkeit beim Satteln und Gurten
  • Taktunreinheiten 
  • Häufiges Schweifschlagen während des Reitens 
  • Rückenwegdrücken 
  • Muskelabbau im Rücken 
  • Häufiges Stolpern 
  • Schwierigkeiten bei der Biegung 
  • Negative Reaktionen beim Putzen des Rückens

Treten solche Anzeichen auf, sollte die Sattelpassform zeitnah durch einen Sattler überprüft werden. 

Woran erkennt man einen für das Pferd bequemen Sattel? 

Ein bequemer Sattel sollte mehrere Punkte erfüllen, dazu zählen die nachfolgenden Kriterien.

1. Gleichmäßige Druckverteilung:

Das Reitergewicht sollte möglichst großflächig und gleichmäßig auf dem Pferderücken verteilt werden, damit keine punktuellen Belastungen die Rückenmuskulatur schädigen oder zu Schmerzen führen.

Wirbelsäulen- & Widerristfreiheit

Der Sattel darf weder auf dem Widerrist noch auf der Wirbelsäule drücken. Die Wirbelsäule benötigt ausreichend Platz, damit sich das Pferd frei bewegen kann und keine Druckstellen an den empfindlichen Dornfortsätzen entstehen. 

3. Schulterfreiheit:

Besonders im Bereich der Schulter darf die Bewegung nicht eingeschränkt werden. Nur so kann das Pferd raumgreifend und losgelassen laufen. 

4. Anpassbarkeit:

Da sich Pferde im Training häufig verändern, ist ein anpassbarer Sattel langfristig oft die beste Lösung. Neben einer verstellbaren Kammerweite ist auch eine gute Anpassbarkeit der Polsterung wichtig. Idealerweise lässt sich auch der Sattelbaum selbst noch verändern oder austauschen.

5. Passendes Modell:

Nur wenn das Modell auch zur ausgeübten Disziplin passt, kann es in dieser die optimale Unterstützung geben. Gleiches gilt für die passende Sitzgröße für den Reiter. Nur wenn der Sattel zur Sitzgröße des Reiters passt, kann das Gewicht ideal und ohne Druckspitzen auf dem Pferderücken verteilt werden.

Welche Sattelarten gelten als besonders bequem?

Diese Sattelarten gelten als besonders bequem für das Pferd: 

Westernsattel

Besonders bei langen Ritten werden Westernsättel häufig als sehr bequem wahrgenommen – sowohl wegen dem hohen Sitzkomfort für den Reiter als auch der große Auflagefläche für das Pferd. Westernsättel sind jedoch oft nur eingeschränkt anpassbar, was bei Veränderungen des Pferderückens zu Schwierigkeiten führen kann. 

Maßsattel

Maßsättel gelten häufig als Königsweg des Sattels, da sie speziell auf Pferd und Reiter zugeschnitten werden und im Idealfall wie ein maßgefertigter Anzug sitzen. Auch bei einem Maßsattel sollte eine gute Anpassbarkeit sichergestellt sein.

Flexible Hybrid-Systeme

Flexible Lösungen ohne klassischen Sattelbaum bieten dem Pferd besonders viel Bewegungsfreiheit und werden daher von vielen Pferden als sehr angenehm empfunden. Oft sind sie jedoch nicht optimal für sehr lange Ritte oder besonders intensives Training. Auch die Nutzung von Steigbügeln ohne Druckspitzen am Pferdrücken ist nicht immer gegeben. 

Was macht das PADDLE® besonders? 

Das PADDLE® zeichnet sich durch diese Besonderheiten aus: 

  • Mischung aus Reitpad und Sattel 
  • nahes Sitzgefühl am Pferd 
  • leichte Anpassbarkeit an den Pferdrücken 
  • hohen Komfort für Reiter und Pferd 
  • flexible Anpassung an die Rückenform 
  • Wirbelsäulenfreiheit durch individuell positionierbare Klettkissen 
  • Nutzung von Steigbügeln ist dank Druckverteilungselement ohne Druckspitzen möglich 
  • Verstellbares Kopfeisen für individuelle Anpassung ohne Sattler 

Zu den PADDLE®-Modellen


Für wen ist das PADDLE® geeignet?

  • verschiedene Pferde reiten und daher eine flexibel anpassbare Ausrüstung möchten
  • ein System suchen, das sie ohne Sattler selbst anpassen können
  • ein komfortables Sitzgefühl mit Nähe zum Pferd möchten
  • ein Pferd haben, dessen Rücken sich häufig verändert (z.B. Jungpferd)
  • Pferde, die sich im Schulterbereich schnell eingeengt oder blockiert fühlen
  • Pferde, die zu Taktfehlern unter dem Sattel neigen
  • Pferde, die sich unter einen starren Sattel unwohl fühlen
  • Pferde, die trotz vieler Sattelanproben und Anpassungen längerfristig Rittigkeitsprobleme unter den Sätteln zeigen
  • Pferde, die trotz eines angepassten Sattels Probleme mit der Losgelassenheit haben
  • außerdem kann das PADDLE für Pferde mit schwieriger Sattellage eine gute Option sein 

Kann man das PADDLE® ausprobieren?  

Ja, entweder bei einer unverbindlichen Sattelanprobe mit dem Team von SIGNUM vor Ort oder über ein Mietprodukt, das man über den SIGNUM Online-Shop ausleihen kann. 

PADDLE mieten

Fazit: Welcher Sattel ist für Pferde am bequemsten? 

Der bequemste Sattel für ein Pferd ist immer derjenige, der zur individuellen Anatomie des Pferdes optimal passt, das Reitergewicht gleichmäßig verteilt und ausreichend Bewegungsfreiheit ermöglicht. Während klassische Baumsättel bei optimaler Anpassung hervorragende Druckverteilung bieten können, gewinnen flexible Konzepte wie das PADDLE® aufgrund ihrer leichten Anpassbarkeit und dem hohen Komfort beim Reiten zunehmend an Bedeutung. Für viele Pferde-Reiter-Paare kann dies eine komfortable Alternative zu klassischen Sattelsystemen sein. Letztlich entscheidet jedoch nicht die Bauart allein, sondern die fachgerechte Anpassung an das jeweilige Pferd und dessen Resonanz auf die Besattelung. 


Mitja Hinzpeter
Individuelle Unikate auf Kundenwunsch