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Mitja Hinzpeter

Populäre Reitstile & deren Besonderheiten einfach erklärt

Was ist ein gebrauchter Sattel?

Ein gebrauchter Sattel ist ursprünglich für ein anderes Pferd gebaut worden oder ein Sattel von der Stange, der zuvor bereits bereits auf einem oder mehreren anderen Pferden zum Einsatz gekommen ist. Im Gegensatz zu einem neuen Sattel oder sogar einer Maßanfertigung haben Pferd und Reiter bei einem gebrauchten Sattel weniger Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf die Passform und das Design. Ein Gebrauchtsattel kann jedoch unabhängig von Marke und Modell eine gute und günstigere Alternative zu einem neuen Sattel sein.

Welche Gebrauchtsättel gibt es? 

Grundsätzlich gibt es für nahezu jede Disziplin von der Dressur, dem Springen, der Vielseitigkeit, der Working Equitation oder auch zum Wanderreiten eine große Auswahl an Gebrauchtsätteln auf dem Markt. Um die Suche nach einem passenden Gebrauchtsattel in die richtige Richtung zu lenken, sollte man nach einem Sattel passend zur eigenen Reitweise suchen, z.B. einem gebrauchten Dressursattel zum Dressurreiten.  

Welche Vorteile hat ein gebrauchter Sattel?

Wer sich für einen gebrauchten Sattel entscheidet, kann von diesen Vorteilen profitieren: 

  1. Preisersparnis: Das häufigste Argument für einen Gebrauchtsattel ist, dass dieser im Preis günstiger ist als ein vergleichbarer neuer Sattel.  
  2. Kurzfristige Verfügbarkeit: Wenn ein passender Gebrauchtsattel gefunden ist, profitiert man von der kurzfristigen Verfügbarkeit. In der Regel ist nur eine kurze Wartezeit nötig, in der der Gebrauchtsattel umgebaut oder an das Pferd angepasst wird. Diese Wartezeit ist in der Regel deutlich kürzer als bei der Anfertigung oder Bestellung eines neuen Sattels.  
  3. Ressourcen schonen: Ein weiteres Argument für einen gebrauchten Sattel ist der Ressourcenschutz. Bekommt ein Sattel ein zweites Leben, ist dies ein Beitrag zum Umweltschutz. Die Nutzung der bereits im Gebrauchtsattel verarbeiteten Ressourcen stellen einen besonders nachhaltigen Weg zu einem passenden Sattel dar. 

Für wen eignet sich ein gebrauchter Sattel?

Gebrauchte Sättel sind ideal für: 

  • Junge Pferde, deren Rücken sich noch verändert. Es sollten jedoch keine Kompromisse in Bezug auf die Passform des Sattels eingegangen werden. Besonders junge oder sensible Pferde brauchen einen perfekt passenden Sattel, damit sie positive Erfahrungen machen, ihre Rückenmuskulatur optimal ausbilden und den Reiter lange gesund tragen können 
  • Preisbewusste Reiter, die mit einem kleinen Budget einen Sattel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis zu bekommen 
  • Pferd-Reiter-Paare, die noch nicht genau wissen, in welche Richtung die gemeinsame Reise geht 
  • Pferde, die einen Zweitsattel bekommen sollen. Dies kann Sinn machen, wenn das Pferd auch von einem anderen Reiter geritten wird, der eine andere Sitzgröße hat und daher nicht denselben Sattel benutzen kann. Auch wenn reiterlich Schwerpunkte in verschiedenen Disziplinen gesetzt werden, z.B. neben einem hauptsächlich genutzten Dressursattel auch gelegentlich ein Springsattel genutzt werden soll. 

Wofür wird ein gebrauchter Sattel gesucht?

Wer auf der Suche nach einem passenden gebrauchten Sattel ist, sollten sich als Reiter diese Fragen stellen: 

  1. Suchen ich einen Sattel, der speziell für eine Disziplin oder Reitweise geeignet ist?
  2. Wenn ja, für welche Disziplin oder Reitweise (Dressur, Springen, Working Equitation, Gangpferdereiten, Westernreiten, Wanderreiten etc.)?
  3. Für welchen Zweck möchten ich den Sattel am meisten verwenden?
  4. Welche Eigenschaften muss der Sattel dafür mitbringen (z.B. Gepäckbefestigung für Packtaschen)?
  5. Gibt es Besonderheiten von Reiter oder Pferd, die beachtet werden sollten?

Was kostet ein gebrauchter Sattel?

Der Preis eines Gebrauchtsattels variiert abhängig von der Marke, dem Modell, der Qualität und dem Zustand des Sattels. Hinzu kommen in der Regel noch Kosten für die Anpassung des Sattels. Damit sich die Anschaffung eines Gebrauchtsattel lohnt, sollten die Gesamtkosten in jedem Fall günstiger als bei einem gleichwertigen neuen Sattel sein. 

Einige Stellen für den Ankauf und Verkauf von Sätteln bieten Gebrauchtsättel zu einem Komplettpreis inklusive Anpassung an, bei anderen werden die Kosten für die Anpassung zusätzlich berechnet. Vor dem Sattelkauf sollte man sich daher erkundigen und sicherheitshalber Zusatzkosten für notwendige Veränderungen, Reparaturen oder Austausch von Verschleißteilen sowie auf Wunsch einer Sattelaufbereitung einkalkulieren.  

Wie findet man den passenden Gebrauchtsattel?

 Wenn klar ist, welche Sattelart am besten zur eigenen Reitweise passt, kann nach dem richtigen Sattelmodell für Pferd und Reiter gesucht werden: 

  • Sitzgröße: Der Reiter gibt die Sitzgröße in Zoll und damit gleichzeitig die Größe des Sattels vor. Es macht bereits einen großen Unterschied, ob ein Sattel 17 Zoll oder 18 Zoll als Sitzgröße hat. Die passende Sitzgröße ist die Voraussetzung dafür, dass die Sitzfläche bequem ist, der Reiter im richtigen Schwerpunkt sitzt und das Sitzgefühl so komfortabel wie möglich ist. 
  • Pausche & Sitz: Im Idealfall werden unterschiedliche Sättel probegeritten, um herauszufinden, welche Pausche, welche Sitzausformung & Sitzgestaltung eines Sattels am besten passt.  
  • Optik: Das Erscheinungsbild des Sattels ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Die Farbe ist unveränderlich und sollte dem Reiter daher gefallen und zur übrigen Reitausrüstung passen, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen. 
  • Anpassbarkeit: Die Sattelkissen sollten ausreichend Veränderungsspielraum mitbringen, um mit einer angepassten Füllung parallel zum Pferderücken zu liegen. Ebenso sollte die Kammer des Sattels durch ein verstellbares oder austauschbares Kopfeisen in der Winkelung der Kammerweite angepasst werden können. Idealerweise ist auch eine Veränderbarkeit oder ein Tausch des Sattelbaums möglich.
  • Marke & Modell: Je nach Marke zeichnen sich Sättel durch bestimmte Merkmale aus, die zu bestimmten Pferdtypen gut oder weniger gut passen. Die jeweiligen Modelle unterscheiden sich hinsichtlich Pausche, Sitzfläche und Optik und sollten beim Probereiten getestet werden.

Worauf sollte man beim Kauf eines gebrauchten Sattels achten?

  1. Wahl des Sattelmodells: Satteltyp passend zur Reitweise 
  2. Größe: Sattelmodell und Sitzgröße passend zum Reiter 
  3. Passform: Gute Passform für das Pferd und umfassende Veränderungsmöglichkeiten. Es ist wichtig, dass sich der Gebrauchtsattel so anpassen lässt, dass er gut auf dem Pferd liegt. Bei der Passform des Sattels sollte man keine Kompromisse machen. 
  4. Gute Qualität: Leder und Nähte sollten von guter Qualität sein und der Sattel insgesamt in einem guten Zustand. Es sollten lediglich moderate Gebrauchsspuren am Sattel vorzufinden sein. Die sicherheitsrelevanten Verschleißteile wie Gurtstrupfen und Steigbügelriemen sollten in jedem Fall überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden.  
  5. Sattel-Pass prüfen: dieser gibt einen genauen Aufschluss über Alter, bisherige Veränderungen und Nachjustierungen und ggf. genaue Daten zu den verbauten Maßen 
  6. Optik: Besonders die unveränderbaren Komponenten wie das Modell, die Pausche, der Sitztyp, die Lederqualität und Lederfarbe sollten zu den Vorstellungen passen. Die Optik und Machart des Sattels sollten für lange Zeit gefallen und Freude bereiten. 
  7. Probereiten: Empfehlenswert ist das Probereiten von einer Auswahl an verschiedenen Gebrauchtsättel. 
  8. Sattelservice: Im Idealfall kann auch nach dem Kauf des Gebrauchtsattels ein Sattelservice für Sattelkontrollen und Anpassungen in Anspruch genommen werden. 

Wir freuen uns, Ihnen als Partner in allen Fragen zu unseren Sätteln der Marken OMEGA zur Seite stehen zu dürfen. Von der ersten Beratung, über den Verkauf eines neuen oder gebrauchten Sattels bis hin zur regelmäßigen Sattelkontrolle steht Ihnen unser gesamter Sattelservice zur Verfügung. Gerne machen wir uns mit Ihnen auf die Suche nach dem richtigen Sattel für Sie und ihr Pferd.


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Kann man einen gebrauchten Sattel aufarbeiten? 

Ja, in der Regel kann ein gebrauchter Sattel durch diese Maßnahmen wieder aufbereitet werden: 

  1. Aufbereitung des Leders: Die Lederhülle des gebrauchten Sattels kann in der Regel durch die Verwendung hochwertiger Pflegemittel aufgearbeitet werden und selbst stark gebrauchtem Leder wieder eine schöne Haptik verleihen. Bei schwarzen Sätteln können Pflegemittel mit Farbpigmenten verwendet werden, die dem Sattel wieder einen satten Schwarzton verleihen. Die Lederpflege ist maßgeblich für die Langlebigkeit des Sattels. 
  2. Austausch von Verschleißteilen: Bei einer Gebrauchtsattel-Anpassung sollten die Verschleißteile nach Bedarf ausgetauscht werden. Dazu gehören besonders die sicherheitsrelevanten Gurtstrupfen, aber auch die Steigbügelriemen. Sind einzelne Nähte am Sattel verschlissen, sollten diese möglichst ebenfalls repariert werden. 
  3. Aufbereitung der Sattelkissen: Das Innenleben des Sattels sollte bestmöglich an die Bedürfnisse des Pferdes angepasst werden. Das Aufpolstern von Sattelkissen mit Füllung oder das Austauschen der Formkissen bei Sattelkissen mit Schaumstofffüllung ist hier der klassische Weg.  
  4. Austausch des Kopfeisens: Sofern im Sattel kein verstellbares Kopfeisen verbaut ist, muss das Kopfeisen i n seiner Winkelung angepasst oder sogar ausgetauscht werden, um optimal zum Widerrist des Pferdes zu passen.
  5. Austausch des Sattelbaums: Bei den Maßsätteln von SIGNUM ist es darüber hinaus sogar möglich, einen neuen Sattelbaum mit den optimalen Maßen für das Pferd einzubauen. Durch einen neuen Sattelbaum mit dem idealen Schwung, einem ggf. neuen verstellbaren Kopfeisen und einem verstellbaren Rippenbogeneisen wird das komplette Innenleben des Sattels wie bei einer Maßanfertigung an die Bedürfnisse des Pferdes angepasst. 

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