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Mitja Hinzpeter


Was ist besonders am Islandpferd?

Das Islandpferd verfügt gegenüber vielen anderen Pferderassen über zusätzliche Gangarten: den Tölt und der Rennpass. Außerdem zeichnen sich Islandpferde durch ihre Robustheit, ihre freundliche Art und die üppige Mähne und dichtes Winetrfell aus. Die Pferderasse stammt ursprünglich aus Island und hat sich über Jahrhunderte unter anspruchsvollen klimatischen Bedingungen entwickelt. Isländer werden sowohl als Freizeitpferde als auch im Turniersport eingesetzt.

Was ist typisch für Isländer?

  • Herkunft: Island
  • Stockmaß: ca. 130 bis 145 cm
  • Farben: Alle Fellfarben kommen vor
  • Fell: Üppige Mähne, dichtes Fell mit viel Unterwolle im Winter
  • Lebenserwartung: 25 bis 35 Jahre
  • Haltung: Sehr robust und widerstandsfähig gegen Kälte und Nässe
  • Besonderheit: Berühmt für die zusätzlichen Gangarten Tölt und Pass
  • Temperament: Freundlich, ausgeglichen und lernwillig

Warum darf ein Islandpferd nicht zurück nach Island?

Einmal exportierte Islandpferde dürfen nicht wieder nach Island zurück, um die Rasse genetisch rein zu halten und vor importierten Krankheiten zu schützen. Die Einfuhr von Pferden egal welcher Rasse ist in Island seit mehr als 1.000 Jahren verboten. Exportierten Islandpferden fehlt durch den Kontakt zu Erregern außerhalb des Landes oft die natürliche Immunität 

Haben nur Isländer 5 Gangarten?

Islandpferde gelten als die bekanntesten Fünfgänger und sind weltweit für ihre besondere Bewegungsqualität im Tölt und Rennpass berühmt. Das Islandpferd hat die Veranlagung zu Tölt und Rennpass aufgrund einer genetischen Besonderheit, der sogenannten Gangveranlagung. Durch gezielte Zucht wurde insbesondere der Tölt über Jahrhunderte erhalten und gefördert. Es gibt jedoch noch weitere Pferderassen, die über zusätzliche Gänge verfügen:

  • Paso Fino, bei dem im Tölt zwischen „Classic Fino, „Paso Corto“ und „Paso Largo“ unterschieden wird
  • Paso Peruano mit seinem „Paso Llano“ und „Sobreandando“
  • American Saddlebred, das je nach Veranlagung bzw. Ausbildung fünfgängig (Schritt, Slow Gait, Rack, Trab, Galopp) geritten wird
  • Tennessee Walking Horse mit den speziellen Gangarten „Flat Walk“ und „Running Walk“
  • Missouri Fox Trotter mit dem „Flat Foot Walk“, „Foxtrott“ und zum Teil auch „Running Walk“ und „Single Foot“

Wie heißen Islandpferde typischerweise?

Islandpferde tragen meist traditionelle nordische Namen, die oft eine besondere Bedeutung besitzen. Beliebte Namen sind beispielsweise:

  •  Glaður („der Fröhliche“)
  • Eldur – „Feuer“
  • Sól – „Sonne“
  • Glóð – „Glut, Feuerfunke“
  • Freyja – nach der nordischen Göttin der Liebe & Fruchtbarkeit).

Viele Züchter wählen Namen, die das Aussehen, den Charakter oder die Herkunft des Pferdes widerspiegeln. Die Vergabe der traditionellen Namen ist fester Bestandteil der isländischen Pferdekultur. 

Wie viel kosten Isländer im Durchschnitt?

Die Kosten für einen Isländer variieren stark je nach Alter, Ausbildung, Abstammung und Gangqualität:

  • Freizeit-Isländer sind häufig ab etwa 5.000 bis 10.000 € erhältlich.
  • Gut ausgebildete Töltpferde oder turniererfahrene Islandpferde kosten oft zwischen 10.000 und 20.000 € oder mehr.
  • Hochklassige Zucht- und Sportpferde können sogar Preise von über 30.000 € erreichen.  

Sind Isländer gut für Anfänger?

Isländer gelten als anfängerfreundliche Pferde, da sie meist ein ruhiges, ausgeglichenes Wesen und eine hohe Trittsicherheit mitbringen. Durch ihre mittlere Größe vermitteln sie vielen Reitern ein sicheres Gefühl im Sattel. Ein gut ausgebildeter Isländer kann sowohl Kindern als auch Erwachsenen einen idealen Einstieg in den Reitsport ermöglichen. Dennoch hängt die Eignung für Anfänger immer vom individuellen Pferd, seinem Ausbildungsstand und der fachkundigen Betreuung im Reitunterricht ab.

Kann ein Isländer 70 kg tragen?

Ein gesunder, ausgewachsener Isländer kann in der Regel problemlos einen Reiter mit 70 kg Körpergewicht tragen. Trotz ihres kompakten Erscheinungsbildes sind Islandpferde kräftig gebaut und verfügen über eine hohe Tragkraft. Viele Experten orientieren sich an der Faustregel, dass ein Pferd etwa 15 bis 20 Prozent seines Körpergewichts tragen kann. Da Isländer häufig zwischen 330 und 450 kg wiegen, sind 70 kg für die meisten gut trainierten Tiere kein Problem. Entscheidend sind jedoch Faktoren wie Kondition, Rückenbeschaffenheit, Alter und die optimale Passform des Sattels. 

Was ist der beste Sattel für Isländer?

Ein Sattel für Isländer sollte zu dem eher kurzen Rücken und den kräftigen Schultern passen, ausreichend Schulterfreiheit bieten und die Bewegungsabläufe nicht beeinträchtigen. Wer das freie und nahe Reitgefühl eines Reitpads mags, aber dennoch die Sicherheit und Vielseitigkeit durch die Nutzung von Steigbügeln möchte, dem empfehlen wir das PADDLE® Slim & Short. Es ist besonders gut geeignet für kleinere oder kurze Pferde wie Isländer und in vier Größen verfügbar, wobei die Abstufungen zwischen den Sitzgrößen feiner gestaltet sind.

Wodurch zeichnet sich das PADDLE® Slim & Short aus?

  • Kissen: Die Kissen sind schmal und dezent und wirken dadurch optisch klassisch und weniger massiv, was besonders für kurze Pferde von Vorteil ist. 
  • Sitz: Der Sitz ist flach, aber dennoch weich und sehr bequem. 
  • Sitzprofil: Das Sitzprofil steigt im hinteren Bereich nicht so stark an, sodass die Hüfte des Reiters freier mitschwingen kann und die Balance eigenständig gefunden wird. 
  • Pausche: Die Pausche ist ebenfalls flach gestaltet: Das Knie liegt auf einem weichen Polster, vorne leicht ansteigend – für Orientierung ohne zu dominieren. Auch mit kürzeren Bügeln ist der Kontakt am Knie an der Pausche damit angenehm. 
  • Sattelblatt: Das schmalere und kürzere Sattelblatt passt sich proportional besonders gut kleineren Pferden an.  
  • Sitzgefühl: Durch die Wildleder-Oberfläche bietet das PADDLE® Slim & Short ein griffiges Sitzgefühl. 
  • Schulterfreiheit: Die weichen Kissen und das leicht nach hinten versetzte Kopfeisen gewähren auch einer ausgeprägteren oder kräftigen Schulter uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Viele Pferde zeigen dadurch positive Reaktionen im Vergleich zu einer klassischen Besattelung und laufen freier, losgelassener und weniger klemmig in der Schulter.

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Welches Reitpad ist für Isländer geeignet?

Ein Reitpad sollte für Isländer wie für alle anderen Pferde- und Ponyrassen eine gleichmäßige Druckverteilung ermöglichen und über eine Wirbelsäulenfreiheit verfügen. Eine griffige Oberseite ist wichtig, damit der Reiter ausreichend Halt beim Reiten hat. Außerdem sollte das Reitpad eine anatomische Passform haben und möglichst mit Klettkissen genutzt werden. Alle Reitpad-Modelle von SIGNUM eigenen sich für eine Verwendung auf Islandpferden. Wer auf Steigbügel nicht verzichten möchte, dem empfehlen wir das PADDLE® Slim & Short. Für Kinder, die auf einem Isländern reiten und Steigbügel nutzen möchten, ist das Kids-PADDLY® ideal.

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Kann man Reitpad & PADDLE® individualisieren?

Ja, Reitpad und PADDLE® können individuell gestaltet werden. Über den SIGNUM Konfigurator gibt es eine Vielzahl an Auswahloptionen und Möglichkeiten, mit denen ein individuelles PADDLE® oder Reitpad selbst gestaltet werden kann. Das konfigurierte Produkt wird in sorgsamer Handarbeit als Einzelstück gefertigt und ist ein wahrhaftes Unikat.

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Die barocke Reitweise und die zugehörige Ausrüstung