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Schwimmen mit Pferd

Beim Schwimmen mit dem Pferd sollten einige Dinge beachtet werden


Kann ein Pferd schwimmen?

Ja, Pferde können von Natur aus schwimmen und besitzen einen angeborenen Schwimmreflex. Durch ihren Körperbau, die große Lungenkapazität und die kräftigen Beinbewegung sind sie grundsätzlich gut dafür geeignet, sich über Wasser zu halten und auch vorwärtszubewegen. Dennoch bedeutet das nicht, dass sich jedes Pferd im Wasser wohlfühlt und auch schwimmen möchte. Eine langsame Gewöhnung und positive Erfahrungen sind entscheidend dafür, dass das Schwimmen für das Pferd stressfrei und sicher abläuft. Ein Pferd sollte niemals gegen seinen Willen ins Wasser oder zum Schwimmen gezwungen werden. 

Kann jedes Pferd schwimmen?

Grundsätzlich kann nahezu jedes gesunde Pferd schwimmen, da der Schwimmreflex angeboren ist. Junge, geschwächte oder sehr schwere Pferde sowie Tiere mit körperlichen Problemen können sich aber dennoch im Wasser unsicher fühlen. Auch Rasse, Körperbau und Bemuskelung spielen eine Rolle, ob ein Pferd gut schwimmen kann oder nicht. 

Wo kann man mit seinem Pferd schwimmen gehen?

Man sollte grundsätzlich nur an geeigneten Gewässern baden, an denen das Schwimmen mit Pferd erlaubt ist. Ideal sind: 

  • ruhige Seen und flache Naturgewässer mit stabilem Ufer, bei denen das Wasser langsam tiefer wird
  • Bäche oder nicht zu tiefe Flüsse ohne starke Strömung
  • ausgewiesene Pferdeseen oder Reitstrände (Pferde sollten hier nicht am Strand frei laufen. Besondere Gefahr besteht im Wattenmeer: hier muss auf die Tiede geachtet werden, das Pferd kann die Orientierung verlieren)

Wichtig ist, dass keine Badeverbote, Naturschutzauflagen oder Gefahren durch Bootsverkehr bestehen. Außerdem sollten keine Felsen oder Steine im Wasser sein, an denen sich das Pferd verletzen oder sogar festklemmen kann. Achtung bei Baggerseen: Hier besteht Rutschgefahr in Ufernähe – Pferd & Reiter sollten hier niemals unbeaufsichtigt baden. Außerdem sollte man vor dem Schwimmen mit Pferd immer die rechtliche Lage an der Badestelle, den Untergrund und die Wasserqualität prüfen.


Wie lange kann ein Pferd schwimmen?

Ein Pferd kann meist ca. 5 bis 15 Minuten am Stück schwimmen, das hängt allerdings von Kondition, Wassertemperatur und der Strömung ab. Obwohl Pferde gute Schwimmer sind, ist das Schwimmen für sie sehr anstrengend und belastet das Herz-Kreislauf-System. Längere Schwimmphasen ohne Pause können daher schnell zu Erschöpfung führen. Deshalb sollten Schwimmeinheiten sehr kurz sein, insbesondere bei untrainierten Pferden.

Kann ein Pferd mit Reiter schwimmen? 

Ja, ein Pferd kann grundsätzlich auch mit Reiter schwimmen. Das Pferd muss allerdings gesund, gut trainiert und wassererfahren sein. Außerdem sollte der Reiter über ein gutes Gleichgewicht und viel Erfahrung verfügen. Wichtig ist, dass der Reiter im tiefen Wasser vom Rücken des Pferdes geht und sich seitlich am Pferd hält, da das zusätzliche Gewicht auf dem Rücken die Schwimmbewegung behindert. Schwimmen mit Reiter sollte ausschließlich kontrolliert und niemals allein erfolgen, um die Sicherheit von Mensch und Tier zu gewährleisten. 

Wie schnell schwimmt ein Pferd?

Ein schwimmendes Pferd erreicht eine Geschwindigkeit von etwa 3 bis 4 km/h, je nach Kondition und Motivation. Damit ist es langsamer als viele Menschen im kräftigen Schwimmstil. Im Wasser bewegen Pferde ihre Beine ähnlich wie im Trab, jedoch gegen starken Widerstand.

Wie schwimmt man mit Pferd? 

Bevor man mit dem Pferd schwimmen geht, sollte das Pferd zunächst behutsam an die Umgebung des Sees oder Flusses gewöhnt werden. Man führt das Pferd zunächst ruhig ins seichte Wasser und von dort aus langsam tiefer in das Gewässer, bis es den Boden unter den Hufen verliert und zu schwimmen beginnt. Zu Beginn sollten nur sehr kleine Strecken geschwommen werden, damit das Pferd nicht in Panik gerät. Der Mensch befindet sich dabei nicht auf dem Pferderücken, sondern schwimmt seitlich neben dem Pferd.


Wichtige Hinweise:

  • Schwimmen mit dem Pferd sollte nur in sicheren Gewässern, an denen das Baden von Pferden erlaubt ist und idealerweise unter Anleitung erfahrener Personen erfolgen.
  • Kein Pferd sollte gegen seinen Willen ins Wasser oder zum Schwimmen gezwungen werden.
  • Der Mensch sollte ein sicherer Schwimmer sein.


Wie lange können Pferde tauchen? 

Pferde sind keine Taucher und finden es sehr unangenehm, wenn Wasser in ihre Ohren gelangt. In den Ohren sitzt der Gleichgewichtssinn des Pferdes, der bei Kontakt mit Wasser beeinträchtigt werden kann. Dadurch kann das Pferd die Orientierung verlieren und sogar umkippen. Pferde tauchen daher in der Regel nicht mit dem Kopf unter Wasser. Tauchen ist für Pferde daher ungewöhnlich, nicht natürlich und gefährlich. Pferde zum Untertauchen zu zwingen stellt ein erhebliches Risiko dar und sollte unbedingt unterlassen werden. 


Kann man mit PADDLE® schwimmen gehen? 

Unsere PADDLE® und Reitpads sind nicht für den Einsatz im Wasser vorgesehen. Einen Regenschauer oder Spritzwasser stecken sie meist gut weg, aber ein vollständiges Untertauchen im Wasser sollte möglichst vermeiden werden. Das Innenmaterial saugt sich andernfalls mit Wasser voll und benötigt dann recht lange, um wieder vollständig zu trocken. 


Außerdem besteht durch das Übermaß an Feuchtigkeit eine höhere Gefahr der Schimmelbildung. Bei einem PADDLE® oder Reitpad aus Wildleder kann zudem die Oberfläche aufgrund des Kontakts mit Wasser ihre Farbe verändern und es zu Fleckenbildung kommen kann, die auch mit intensiver Pflege nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Hinweis zu Wasserkontakt bei Leder

Wildleder reagiert ähnlich wie Glattleder auf Nässe. Das Leder muss langsam und schonend getrocknet werden, nachdem es mit Wasser in Kontakt war. Das Leder wird durch Nässe trocken und kann in seiner Struktur brüchig werden. Glattleder lässt sich hier durch intensives Nachfetten noch einfacher pflegen – bei Wildleder ist dies kaum möglich und schadet dem Leder nachhaltig.

Noch stärker als auf Süßwasser (z.B. durch starken Regenschauer) reagiert Leder auf Salzwasser. So schön es auch aussehen mag auf dem Pferderücken in die Wellen zu reiten, so schädlich ist es für das Material des Sattels oder PADDLE®. Wir raten daher dringend von der Nutzung vor allem des PADDLE® im Wasser ab.

Was tun, wenn das PADDLE® im Wasser war? 

Falls das PADDLE® oder Reitpad versehentlich doch im Wasser gelandet ist, sollte es an einem trockenen, warmen Ort mit geringer Luftfeuchtigkeit langsam und vollständig getrocknet werden. Durch diese Lagerung wird zudem das Austrocknen des Leders und Schimmelbildung verringert. 

Bei einem nassen PADDLE® oder Reitpad gilt: 

1

Trocken lassen

Vor der nächsten Nutzung vollständig an einem warmen, gut belüfteten Ort mit geringer Luftfeuchtigkeit trocknen lassen.

2

Direkte Sonneneinstrahlung und hohe Hitze vermeiden

Nicht in die pralle Sonne legen oder mit einem Föhn trocknen, denn das trocknet das Leder aus.

3

Außerhalb des Schranks trocknen

Das PADDLE® oder Reitpad nicht nass in den Sattelschrank legen, denn das kann zu Schimmelbildung führen.

4

Wildlederpflege verwenden

Nach dem Trocknen mit Wildlederpflege behandeln und mit den Wildlederbürsten aufrauen.

Wie kann man das PADDLE vor Nässe schützen?

Durch das RainGuard PADDLE®-Cover kann das PADDLE® oder Reitpad vor Regen und Spritzwasser geschützt werden. Es ist deal für alle, die auch bei schlechtem Wetter nicht auf Ausritte verzichten möchten. Durch den Schonbezug bleibt die Oberfläche des Wildleders vor Nässe geschützt. Die durchdachten Öffnungen für die Steigbügelriemen ermöglichen eine einfache Nutzung beim Reiten, während das Zugband für einen sicheren Halt sorgt.  

Hinweis: Auch mit RainGuard PADDLE®-Cover sollte das PADDLE® oder Reitpad nicht vollständig unter Wasser getaucht werden. 

Zum RainGuard PADDLE®-Cover

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